Login erforderlich Um dieses Video schauen zu können, musst Du eingeloggt sein.

Neapolitano Bonavoja (18) Reiteinheit vom 11.1.2023 (DE/EN)

Manuel Jorge de Oliveira arbeitet den Lippizzaner Hengst Neapolitano hier überwiegend im Schritt – frei nach dem Motto „The Walk is the Base of all.“

MJO mobilisiert den Hengst viel und wechselt zwischen den Seitengängen, um das Becken des Hengstes zu aktivieren und anzusprechen. Die Flexionen (Stellung) helfen, um den (massigen) Hals des Pferdes zu lösen. Manuel arbeitet den ganzen Körper des Hengstes durch: (Kehrt-)Volten im Konterschulterherein öffnen die Schultern, Travers schließt das Pferd und fördert die Tragkraft.

Die Trabarbeit beginnt auch direkt im Seitengang, um das Pferd nicht „auseinander fallen zu lassen“. Die Piaffe setzt das Pferd auch wieder auf die Hinterhand und dient der Hankenbeugung und Lastaufnahme. Verstärkt wird der Effekt noch durch die leichte Travers Stellung in der Piaffe, um das jeweils unter den Schwerpunkt verschobene Hinterbein noch mehr zur Lastaufnahme zu animieren.

Neapolitano versucht auch gelegentlich bei der Piaffe die Levade anzubieten, weswegen MJO touchiert, um den Hengst ins VOR und nicht hinter die Hilfen kommen zu lassen. Später provoziert er bewusst den Galopp Rückwärts, ohne dabei das VOR zu verlieren – ein Balanceakt.

Allgemein zu Neapolitano Bonavoja 95

Neapolitano kam bereits in jungen Jahren als unreitbares Rehapferd zu seiner vorherigen Besitzerin. Diese hat den Hengst dann dank der vertikalen Arbeit und der Hilfe von MJO rehabilitieren können und ihn bestmöglich ausgebildet. Doch auch den besten vertikalen Ausbildern, zu denen wir Alexandra Michaela Kuhes zählen, passiert es, dass sie die Asymmetrien eines Pferdes nicht zu 100% erkennen und darauf entsprechend einwirken kann. Gerade bei einem so starken und massigen Pferd wie Neapolitano, der allein durch seinen (unvorteilhaften) Körperbau schon viele Baustellen hat, kann dies schneller passieren, als beispielsweise bei einem besser gebauten und elastischeren Pferd.

K.H.

 

Manuel Jorge de Oliveira works the Lippizzaner stallion Neapolitano here mainly at a walk – freely according to the motto „The Walk is the Base of all“.

MJO mobilises the stallion a lot and alternates between side gaits to activate and address the stallion’s pelvis. The flexions (stance) help to loosen the horse’s (massive) neck. Manuel works the stallion’s whole body: (Sweep) volts in the counter shoulder leg open the shoulders, travers closes the horse and promotes carrying power.

The trot work also begins directly in the side gait so as not to let the horse „fall apart“. The piaffe also puts the horse back on the hindquarters and serves to bend the hocks and take up the load. The effect is intensified by the slight traverse position in the piaffe, in order to encourage the hind leg, which is shifted under the centre of gravity, to take up the load even more.

Neapolitano also occasionally tries to offer the levade in the piaffe, which is why MJO touches to let the stallion come into the VOR and not behind the aids. Later he deliberately provokes the canter backwards without losing the forward walk – a balancing act.

 

General information about Neapolitano Bonavoja 95

Neapolitano came to his previous owner at a young age as an unrideable rehabilitation horse. Thanks to the vertical work and the help of MJO, she was able to rehabilitate the stallion and train him in the best possible way. However, even the best vertical trainers, among whom we count Alexandra Michaela Kuhes, may not be able to recognise a horse’s asymmetries 100% and act on them accordingly. Especially with such a strong and massive horse as Neapolitano, who already has many construction sites due to his (disadvantageous) build alone, this can happen faster than, for example, with a better built and more elastic horse.