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Ausnahme, trotz vertikaler Arbeit: das triebige Pferd (DE)

Oktober 2021

Nach einem Sommer im Deckeinsatz

In Portugal auf dem Hof von Manuel Jorge de Oliveira decken die Hengste ihre Stuten, in dem sie den ganzen Sommer über in nahezu freier Wildbahn gemeinsam in ihrer Herde verbringen. Die Stuten leben ganzjährig in der Herde und gebären ihre Fohlen ebenso frei. Nach dem Absetzen wachsen die Jungpferde 3 Jahre lang nahezu wild und frei auf, bis sie 3- oder 4- jährig aufgestallt werden und ihr Reitpferdeleben beginnt.

Für den 17- jährigen Lusitanohengst Zurebaran gibt es nach der Rückkehr ins kühle Deutschland eindeutig noch Schöneres, als die Arbeit als Reitpferd.

Gerade bei einem triebigen Pferd ist das schnellere Vorwärtsreiten noch das geringste Problem, doch in schnellem Vorwärts ist kaum eine Gymnastizierung möglich, weswegen gerade eher Energieerzeugung Pferde dazu neigen, zu steif und unbeweglich zu werden. Schnell ist immer einfach! Je langsamer wir jedoch werden, desto größer wird nicht nur die Anforderung an die Balance, sondern auch die Anstrengung in der Lastaufnahme (Krafttraining) und der Mobilisation (Gymnastik).

Schwierig wird es also in der Versammlung und in denjenigen Lektionen, die vermehrte Lastaufnahme der Hinterhand und / oder deutliche Mobilisation erfordern und damit fördern. – Es fehlen einem triebigen Pferd hier Eigendynamik und Energie, die es im und über das Training neu zu kreieren gilt.

Im Film sehen wir hierzu einen abwechslungsreichen und energetischen Trainingsausschnitt von Christina Wunderlich mit ihrem Zurebaran.